Weiters erfolgt eine BLUTUNTERSUCHUNG: Blutgruppe und Rhesusfaktor, eventuell vorhandene Blutgruppen­antikörper, Röteln-Impfschutz, Toxoplasmose, Lues (= Syphilis), HIV, die Schilddrüsen­hormone sowie das Blutbild werden kontrolliert.
Wird bei Ihnen eine Schilddrüsenfunktionsstörung diagnostiziert, müssen die Schilddrüsenwerte in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden.
Gegebenenfalls kann eine Überweisung an einen Nuklearmediziner erfolgen, um die für die kindliche Entwicklung besonders wichtige optimale Einstellung der Schilddrüsenhormone zu gewährleisten.
Es erfolgt eine AUFKLÄRUNG ÜBER MÖGLICHE PRÄNATAL­DIAGNOSTISCHE UNTER­SUCHUNGEN, wie beispielsweise dem COMBINED TEST und dem ORGANSCREENING.
Sollten Sie sich zu einer Untersuchung entscheiden, werde ich Sie dazu an die entsprechende Einrichtung überweisen.

ZWEITE Untersuchung zwischen der 18. und 22. Schwanger­schafts­woche:

Bei dieser Untersuchung wird nach Kontrolle von HARN, BLUTDRUCK und GEWICHT, sowie dem GESPRÄCH mit Ihnen, im ULTRASCHALL überprüft, ob das Kind normal wächst, ob sich eine normale Fruchtwassermenge findet und wo der Mutterkuchen liegt.
Die Gebärmutterhalslänge wird mittels Ultraschall durch die Scheide gemessen.
Im Mutter-Kind-Pass ist zu diesem Zeitpunkt eine INTERNE UNTERSUCHUNG (durch den Hausarzt) vorgesehen.
Sollten eine Grunderkrankung oder internistische Beschwerden bestehen, erhalten Sie eine Überweisung zum Internisten bzw. zum jeweiligen Spezialisten.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer freiwilligen Hebammen-Beratung in der 18.-22.SSW.

DRITTE Untersuchung zwischen der 25.und 28. Schwanger­schafts­woche:

Wie immer beginnt die Untersuchung mit der Kontrolle von HARN, BLUTDRUCK und GEWICHT, sowie dem ausführlichen GESPRÄCH mit Ihnen zur Klärung Ihrer Anliegen und Fragen, sowie zur Erhebung eventuell vorhandener Beschwerden.
Im Rahmen dieser Untersuchung erfolgt eine BLUTABNAHME zur Kontrolle von Blutbild, eventuell vorhandener Antikörper, Toxoplasmose (sofern bei der Erstkontrolle ein negativer Immunschutz festgestellt wurde) sowie des Hepatitis B-Antigens (HbsAg).
Ist ihre Blutgruppe Rhesus-negativ sollte um die 28. SSW eine RHESUSPROPHYLAXE durch Verabreichung von Anti-D-Immunglobulinen (intra­muskuläre Injektion) erfolgen.

Wenn Sie es wünschen, kann auch bei dieser Kontrolle eine ULTRASCHALL­UNTERSUCHUNG zur Beurteilung des Kindes erfolgen, wenngleich diese im Mutter-Kind-Pass nicht vorgeschrieben ist.
Die Gebärmutterhalslänge wird mittels Ultraschall gemessen.
Der OGTT = ORALE GLUCOSE TOLERANZ TEST wird in der ORDINATION durchgeführt.

VIERTE Untersuchung zwischen der 30. und 34. Schwanger­schafts­woche:

Nach unserem GESPRÄCH und der Kontrolle von HARN, BLUTDRUCK und GEWICHT erfolgt die 3. vorgeschriebene ULTRASCHALL­UNTERSUCHUNG, bei der das Wachstum des Kindes, die Fruchtwassermenge, die Lage des Mutterkuchens sowie die kindliche Lage kontrolliert wird. Auch der Gebärmutterhals wird wie immer beurteilt.

FÜNFTE Untersuchung zwischen der 35. und 38. Schwanger­schafts­woche:

Bei der letzten vorgeschriebenen Mutter-Kind-Pass Untersuchung wird neuerlich eine BLUT­UNTERSUCHUNG durchgeführt und das Blutbild kontrolliert.
Die Untersuchung von HARN, BLUTDRUCK und GEWICHT ist insbesondere gegen Ende der Schwangerschaft wichtig, um Anzeichen für eine Gestose („Schwangerschafts­vergiftung“) zu erkennen.

Grundsätzlich ist im Rahmen der 5. Mutter-Kind-Pass Untersuchung auch zu diesem Zeitpunkt kein Ultraschall vorgesehen.
Auf Ihren Wunsch hin wird dieser gerne von mir durchgeführt.

Im Rahmen der gynäkologischen Untersuchung wird ein Vaginalabstrich auf ß-hämolysierende Streptokokken = GBS-ABSTRICH entnommen.
ß-hämolysierende Streptokokken können in der normalen Scheidenflora vorkommen und sind normalerweise nicht behandlungsbedürftig.Das Kind kann jedoch im Rahmen des Geburtsvorganges beim Durchtritt durch die Scheide mit den Keimen infiziert werden und Symptome ausprägen.
Durch die Verabreichung eines Antibiotikums an die Mutter während der Geburt kann eine kindliche Infektion in der Regel vermieden werden.

In vorliegender Woche erfolgt erstmals eine CTG UNTERSUCHUNG (Cardio­Tokographie) zur Beurteilung der kindlichen Herzfrequenz und eventueller Wehentätigkeit.
Im Rahmen der letzten Untersuchung erhalten Sie eine Überweisung zur Erstvorstellung im Krankenhaus Ihrer Wahl und eine Einweisung zur Geburt.